ATTERSEE
WIR WISSEN NOCH NICHT ALLES
Zeus-Zungen, Jesuskästen und mehr Bilder 2006-2008

Eröffnung: Donnerstag, 20. November 2008 von 18 - 20 Uhr
Begrüßung 19.00 Uhr: Heike Curtze und Attersee
Dauer: 21. November 2008 - 31. Jänner 2009

Christian Ludwig Attersee thematisiert in seinem neuen Zyklus “wir wissen
noch nicht alles” eine bildnerisch, malerische Religionsanalyse, er stellt
der Schlichtheit des frühen Christentums mit der Inhaltsvielfalt der
römisch-griechischen Götterwelt gegenüber.
Es geht also um Macht, Täuschung und Genuss der spätantiken Lebensfreude als
Gegenwelt zu unseren heutigen „ Christlichen Restwerten“, jeder von uns ist
eigentlich ein „ Jesuskasten“.

Durch seine dramatische Bildgestaltung versucht Attersee zu einer
umfassenden Form der Verständigung im Glaubenskrieg zu gelangen und fordert
mit seinen Bildfindungen zur Jagd nach eigenen Religionsresten auf.

Die Intensität der Werke wie Apollons Zunge, Jesusperle und Sonnenfutter
entspricht der neuen Schaffensperiode, der noch intensiveren Form- und
Farbgestaltung des Künstlers, Erotik, Sinnlichkeit, ja selbst einmal Gott zu
sein sind die neuen Ufer.

Attersee, Jahrgang 1940, ist eine der Gründerfiguren der neuen Malerei, nahm
1977 an der documenta 6 teil und war 1984 der herausragende Vertreter der
österreichischen Moderne auf der Biennale in Venedig.
1977 wurde der vielseitige Künstler der auch komponiert und schreibt, mit
dem Großen Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet.

Im Rahmen seines künstlerischen Repertoires entwirft er Bühnenbilder und
inszeniert Opern wie zuletzt die „Salome“ in Bremen.
Mit der gleichen Kreativität gestaltet er Gegenstände des täglichen Bedarfs
und entwirft Teppiche und Geschirr.

ATTERSEE - Zeuskahn, 2008, 118x118cm
ATTERSEE - Zeuskahn
ATTERSEE - Jesuswaage, 2008, 70x50cm
ATTERSEE - Jesuswaage
ATTERSEE - Jesusobst, 2008, 109x96cm
ATTERSEE - Jesusobst
ATTERSEE - Das Geheimnis der Malerei, 2008, 70x50cm
ATTERSEE - Das Geheimnis der Malerei

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